Day 40/41: It`s cold in here / Kalt hier

Having left the East Coast of the South Island on Monday afternoon, it proved true that the weather does get wetter when driving west. Hence, we were greeted by torrential rain when we arrived at our campsite for the night in Lawrence. As a result, we couldn`t enjoy the quaint campgrounds complete with creek, ducks and ducklings and sheep quite as much. Tuesday morning, we rose to drive the three hours to Te Anau, the gateway to Fjordland. Confronting our new reality of “summer” in the Fjordlands, we switched from air conditioner to heater, to brave the 4° Celcius nights in our motorhome (to the Americans: that`s barely above freezing).

Als wir am Montag Nachmittag Ostküste der Südinsel verließen und gen Westen fuhren, bewahrheitete sich die viel gelesene Aussage, dass das Wetter hier nur nasser und kälter wird, wenn man Richtung Westen fährt. So begrüßte uns also strömender Regen an unserem Zwischenstopp in Lawrence, wo wir die Nacht auf Dienstag verbrachten. Infolgedessen konnten wir den an sich netten Campingplatz mit Bach, Enten und Entlein, Schafen und viel Natur nur bedingt genießen. Stattdessen fuhren wir Dienstagfrüh weiter nach Te Anau, dem “Tor” zum Fjordland. Mit unserer neuen Realität, dem dortigen “Sommer” konfrontiert, stellten wir die Autoklimaanlage erst einmal auf Heizung um, damit wir die 4° Celcius kalten Nächte in unserem Wohnmobil überstanden.

Tuesday saw another installment of Fabian`s much loved series “watching animals for cash” (ok, they accept credit cards pretty much everywhere here), this time when we explored the Te Anau Glowworm Cove. Again, no photos or videos because it supposedly disturbs the worms… The longwinded water-carved tunnel system underground was at least as impresssive as the glowworms themselves, which are as the word implies worms that glow intensely in the dark to lure in food. Otherwise, they lead a pretty depressing existence: They glow and feed like crazy for about 9 months, only to then turn into an insect with no mouth, which then mates like crazy to create as many little glowworm eggs as possible, before the insect dies of exhaustion and starvation…

Am Dienstag folgte außerdem eine weitere Ausgabe der von Fabian so geschätzten (und von mir zumindest skeptisch betrachteten) Serie “Tiere gegen Bares sehen” (wobei die Neuseeländer überall Kreditkarten akzeptieren, anders als in Japan). Diesmal sahen wir uns die “Glühwürmchen-Grotten” von Te Anau an. Mal wieder gibt es davon keine Photos, weil das angeblich die Würmchen stören würde… Wie auch immer, das unterirdische, hunderte von Meter lange, vom Gletscherwasser ausgehöhlte Tunnel- und Grottensystem war mindestens so beeindruckend wie die Glühwürmer, die im Übrigen genau das sind, wonach es klingt: Würmer, die im Dunkeln glühen um Beute anzulocken. Ansonsten führen sie ein ziemlich deprimierendes Dasein: Erst glühen und fressen sie wie verrückt für 9. Monate, bevor sie sich verpuppen und in ein Insekt verwandeln, das keinen Mund hat und sich wie verrückt vermehrt, um viele Glühwürmchen-Eier zu verteilen. Irgendwann strikt das Insekt dann durch Erschöpfung und Hunger…

Te Anau lake

Entrance to the glowworm cave / Eingang zur Glühwürmchen-Grotte


Anyway, the cruise to the cave across the Te Anau lake was itself a treat. That night, getting warm before the next day was a challenge. Somehow, Fabian had booked us onto two dives on Milford Sound on Wednesday. Getting up at 6 am in the freezing cold (the car actually warned us about the low temperatures), the idea of jumping into 13° Celsius fjord water some three hours later seemed less than appealing, to put it mildly. Still, we began the incredibly scenic drive to Milford Sound, hoping for the best. And indeed, for a region that receives about 6400 mm of annual rainfall (as a comparison: London receives about 600 mm), we could not have hoped for better weather: sunny, dry and with a high of 19° Celcius. However, it wasn`t yet so warm when we changed into our wetsuits in the parking lot and got onto the boat.

Auch die Schifffahrt über den See von Te Anau zu der Grotte hin war sehenswert. Nachts versuchten wir dann, warm zu werden, um den nächsten Tag zu überstehen. Fabian hatte die verrückte Idee, für uns zwei Tauchgänge im Milford Sound (einem Fjord) zu buchen. Als wir dann um 6 Uhr morgens bei klirrender Kälte aufstanden (das Auto warnte uns vor den niedrigen Temparaturen), war die Idee, drei Stunden später ins 13° Grad kalte Fjordwasser zu springen, gelinde gesagt nicht sehr verlockend. Dennoch machten wir uns auf die beeindruckende zweistündige Fahrt nach Milford Sound und hofften das Beste. Und tatsächlich, für eine Gegend, die im Jahr 6.400 mm Regen abbekommt (zum Vergleich: London hat 600 mm im Jahr), hätten wir kein besseres Wetter bekommen können: Sonnig und trocken, bis zu 19°. Leider war es nur längst nicht so warm, als wir uns kurz nach 9 Uhr auf dem Parkplatz umziehen mussten und aufs Boot stiegen.


Te Anau to Milford Sound


The dive boat (note the snow in the background)/ Tauchboot (man beachte den Schnee im Hintergrund)

While Fabian was right in his element, I nearly froze to death on our first dive (only mildly exaggerating here). Unlike the Japanese guy with us though, I at least chose to tough it out, while he ended the dive early and declined to do the afternoon one. Due to all the rainfall, at the top of the fjord sits a murky, zero-visibility freshwater layer of up to 18 meters (when it has rained a lot). Thankfully, due to the sunny weather, the layer had shrunk to about 2.5 meters when we dove. Since the freshwater layer filters out much of the sunlight, Milford Sounds boast lots of creatures such as black coral or crayfish at unusually low depths. Indeed, the crayfish were huge and so abundant that we almost tried to take one with us for dinner. We also saw a huge baitball of sardines, a seal chasing it, a carpet shark, blue moki, and various other creatures. In the end, lounging on the boat in the sun between dives, we almost felt warm… before our skipper chose to show us the “glacial facial”, courtesy of one of the many impressive waterfalls bringing glacier-water down into the sound.

Während Fabian dort ganz in seinem Element war, wäre ich bei unserem ersten Tauchgang fast erfroren, was auch nur eine geringfügige Übertreibung ist. Immerhin, anders als der Japaner in der Gruppe habe ich durchgehalten und den ersten Tauchgang nicht früher abgebrochen, um den zweiten dann ganz auszusitzen… Das Besondere am Milford Sound ist die Süßwasserschicht, die sich aufgrund des vielen Regens auf dem Salzwasser sammelt. Diese Schicht kann an Tagen mit besonders viel Regen bis zu 18 Meter erreichen. Durch die Schicht kommt extrem wenig Sonnenlicht, weshalb unter der Schicht bereits in niedrigen Tiefen Tiere und Pflanzen leben, die überall sonst in der Welt nur in viel größeren Tiefen vorzufinden sind (zum Beispiel schwarze Korallen oder riesige Langusten bzw. Flusskrebe). Zum Glück war die komplett undurchsichtige Frischwasser-Schicht bei unseren Tauchgängen aufgrund des schönen Wetters nur noch 2,5m dick. Tatsächlich waren die Langusten so vielzählzig vertreten und riesig, dass wir versucht waren, eine fürs Abendessen mitgehen zu lassen. Wir sahen während unserer Tauchgänge außerdem einen riesigen Sardinenschwarm, der von einer Robbe gejagt wurde, einen Ammenhai, blauen Moki-Fisch, und viele andere Fische und Korallen. Am Ende war es uns beim Sonnen auf dem Tauchboot zwischen den Tauchgängen fast warm… bevor unser Skipper und Tauchführer die Idee hatte, uns einen der vielen riesigen Gletscherwasserfälle mit einer “Gletscher-Gesichtsbehandlung” besonders nahe zu bringen.


On our way back to Te Anau, we stopped to enjoy some more of the sights and then finished the day with a much-deserved pizza. 

Auf der Rückfahrt nach Te Anau hielten wir noch an ein paar der Aussichtspunkte, die wir morgens verpasst hatten, bevor wir den Tag mit einer schwer verdienten Pizza beendeten.

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